Es weihnachtet sehr!

Und schon neigte sich das Jahr dem Ende zu und die Jugendmusikredaktion konnte auf vier spannende erste Monate zurückblicken.
Aber ein  besonderes Projekt galt es noch zu erledigen, bevor es in die Winterpause ging: Für den akkustischen Radio Lotte Adventskalender wollten auch wir ein Türchen anfertigen, ist doch logisch!

Also haben wir überlegt, was man da machen könnte. Und herausgekommen ist dabei ein kleines Hörspiel, in dem wir die Weihnachtsgeschichte in verschiedenen Rollen nachgesprochen und mit Tönen und Atmo unterlegt haben.
Aber hört doch einfach selbst, wir hoffen es gefällt euch!

Make Some Noise: Zeit für Hip Hop!

Und da war es dann eeeendlich so weit: der Tag des ersten Workshops der Jugendmusikredaktion war gekommen!
Im heißersehnten Hip Hop Workshop konnten die jungen Musikredakteure also in die Welt der Platten und des Sprechgesangs eintauchen.
Und das natürlich unter der fachkundigen Anleitung von Florian Rommel.
Unser Hip-Hop-affiner Assistent ist Kenner und bekannter DJ der Weimarer Hip-Hop-Szene und passionierten Radio Lotte Hörerinnen und Hörern auch unter dem Künstlernamen „Nurse“ bekannt. Seine funky Mixes gibts bei Lotte immer samstags zwischen 22 und 0 Uhr in seiner Sendung „Voodoo Vibes“.

Florian Rommel erklärt Mixtechnik für DJing (Foto: Carolin Franke)

Nach der Theorie kommt die Praxis, klarer Fall!
Und nachdem also erklärt und gefragt wurde, was es denn mit den Knöpfchen und Takten, Reglern und Moves so auf sich hat, wurde fleißig an den Drehscheiben aufgelegt.
Dabei stand das Beatmatching – also der aufeinander abgestimmte Übergang von zwei Platten, auf denen Tracks in unterschiedlich schnellem Tempo laufen, ganz im Zentrum der Übung.
Und eins wurde dabei schnell klar: so einfach ist das irgendwie gar nicht!

Florian Rommel erklärt Yasemin nochmal genau, wie das mit den Reglern funktioniert (Gif: Carolin Franke)

Aber der liebe Florian war geduldig und hat  mit viel Humor und Know-How die Begeisterung fürs Plattenschwingen rübergebracht.

Und natürlich hat er es sich auch nicht nehmen lassen uns formvollendet selbst gezeigt, wie sich das anhört und wie es aussieht, wenn man schon etwas Länger dabei ist:

Florian Rommel an den Turntables (Gif: Carolin Franke)

Last but not least kann man sagen: es war ein lehrreicher Nachmittag, bei dem viel gelacht, ausprobiert und vor allem gelernt wurde!
Da man aber auf einmal nicht alles erklären und schon gar nicht lernen kann, soll es im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Fortsetzung geben!

Die Jugendmusikredaktion am Ende des Workshops (Foto: Carolin Franke)

Business as usual – oder besser: Laden läuft!

Was macht denn nun eine Jugendmusikredaktion nachdem sie zueinander gefunden hat eigentlich?
Naja, sie setzt sich relativ theoretisch und analytisch, anhand von Worten und mithilfe von Programmen und irgendwie immer am Computer mit Musik auseinander.  Und so kullern Woche für Woche Lunchtimes, Playlisten für die Stadtzeit,  Plattenrezensionen und Interviews aus den fleißigen Köpfen und Händen der Jugendmusikredaktion in das Programm von Radio Lotte.

Es wird fleißig gebastelt und gehört, nachgedacht und geschrieben bei der Jugendmusikredaktion (Gif: Carolin Franke)

Routine und Theorie sind ja erstmal gut und wichtig. Aber auf die Dauer wäre das natürlich auch etwas öde, oder?
Tja, da hilft nur eines: selber machen!
Und so haben wir uns überlegt, dass es doch eine feine Sache wäre, wenn wir uns einmal mit einem Genre genauer und auch etwas praktischer auseinandersetzen würden.
Wie geschickt es dabei doch war, dass unser lieber Assistent Florian Rommel ein geübter Plattenjongleur ist, der unter seinem Künstlernamen „Nurse“ in den Weimarer alternativen Szenelokalitäten wie der „Gerber“ oder dem „C.Keller“ ausgesuchte HipHop-Häppchen auflegt.
Und so wurde die Idee für den ersten Jugendmusikredaktions-Hip-Hop-Workshop (was ein Wort!) geboren. Dazu aber später mehr…

What about Music?

Wir nicken mit dem Beat (Gif: Carolin Franke)

In der Jugendmusikredaktion von Radio Lotte wird – natürlich – viel über Musik geredet und diskutiert! Und dabei geht es zuallererst um den persönlichen Geschmack. Dabei sind die Interessen wirklich sehr weit gepannt: von Folk über Metal, von Singer-Songwriter-Pop bis HipHop, von Klassik bis – Achtung: skandinavischem Gutturalgesang! Wobei wir alle auf letzteres bei kleinen Exkursen durch das Internet gestoßen sind. Überhaupt: Musik wird heute über das Internet bekanntgemacht, gehört und gekauft. Über Streamingdienste oder ein sehr bekanntes Videoportal findet man fast alles, was das Hörerherz begehrt. Und dort werden einem durch Algorithmen und Benutzerbewertungen auch Songs in die Liste gespült, auf die man vielleicht ansonsten gar nicht gekommen wäre!
Und so funktioniert das auch in der Jugendmusikredaktion: wir zeigen uns gegenseitig Musik, Musikrichtungen und Künstler oder welche, die es noch werden möchten. Dabei erweitert sich für alle der Horizont und das Gehör wird geschult, die Erfahrungen wachsen.
Doch was ist gute Musik? Oder welche Kategorien kann man überhaupt an Musik anlegen?
Diesen Fragen stellen wir uns jede Woche. Und jedes Mal kommt ein kleines Puzzleteil mehr dazu, das uns die unendliche Geschichte der Musik ein Stückchen tiefer erfahrbar macht.

Tonspur: Drama – Drama – Drama!!!

Jede Woche laufen seit über 5 Jahren auf Lotte ausgebuffte Plattenrezensionen über den Äther, die unter der Rubrik „Tonspur“ zusammenlaufen. Gemacht werden die von der Musikredaktion.

Beim Tonspurverfassen werden viele Kernkompetenzen eines Musikredakteurs in Anspruch genommen: es geht um Wissen, Struktur und gaaaanz viel Gefühl: was fasziniert mich beim Hören der Platte, was bedeutet es für mich, was kann es für andere bedeuten? Dazu kommt eine ausführliche Recherche zu den Künstlern, zu Hintergründen, Diskographie und die Assoziation zu anderen Medien. Und als wäre das nicht genug, muss all das in eine ordentliche Dramaturgie verpackt werden.
DRAMA – ein gutes Stichwort! Denn darum geht es in der ersten Tonspur unseres Jugendmusikredakteurs Franz. Der hat sich in wochenlanger Arbeit intensiv mit dem Album „Melodrama“ der Singer-Songwriterin „Lorde“ beschäftigt und – da sind wir uns alle einig – ein dolles Ding hingelegt!

Ausgestrahlt wurde sie schließlich an fünf Tagen Mitte November 2018 mit jeweils einem Titel und einem kleinen Text zum Background. Die Titel können wir hier leider nicht verlinken, da das GEMA- und urheberrechtlich nicht so einfach ist (ja, auch das lernt man in der Jugendmusikredaktion).
Aber das große Finale, die Gesamtrezension, die gibt es hier.

Voilà

Franz beim Schwelgen zu den Klängen von Melodrama…  (Foto: Carolin Franke)

Texten

Der Schwerpunkt in unserer Runde lag diese Woche ganz klar auf dem Texten. Nach dem ersten Interview und der ersten Musikschleife soll nun auch das erste Album der Woche aus der Jugendmusikredaktion bald kommen. Und ich kann schon versprechen, dass der Nachwuchs eine sehr professionelle Rezension geschrieben hat…

Arbeitsatmosphäre in der Lotte-Musikredaktion (Foto: Christian Faludi)

Lunchtime

Nach dem Interview unserer Ida bekommt Ihr heute schon die nächste Premiere aus der Jugendmusikredaktion quasi auf den Mittagstisch serviert: Denn Caro hat mit Jasmin, der jüngsten hier im Bunde, eine Musikschleife gebaut. Gesendet wird die heute ab 12 Uhr in unserer Rubrik „Lunchtime. Musik zum Mittag“ auf Radio LOTTE Weimar 106.6 Mhz.

(Foto: Christian Faludi)

Interview

Martin Kohlstedt und Ida Pruchnewski im Interview (Foto: Christian Faludi)

Nach kurzer Interviewschulung in der Redaktion war es schon soweit: Ida und Christian fuhren nach Jena, um den Pianisten Martin Kohlstedt vor seinem Konzert im Jenaer Trafo zu treffen. Etwas abseits fanden sie ein ruhiges Plätzchen, auf dem Ida das Gespräch führte. Gestern ging es noch einmal gemeinsam in den „Schnittraum“ und heute ist der fertige Beitrag online. Hört also selbst:

Konzert

Gestern ging es zum ersten Mal dorthin, wo die Arbeit für Musikredakteure am meisten Spaß macht: zum Konzert!

Ida und Christian fuhren nach Jena, um Martin Kohlstedt zu erleben. Der Pianist startet dort im alten Trafo seine Europa-Tour zur aktuellen Platte „Strom“. Fast ohne Strom bot er dem Publikum einen sehr fragil intimen Abend voll knisternd ent- und angespannter Atmosphäre. Ida hat das ganz besonders gut gefallen, da sie Martin wenige Stunden zuvor noch zum Interview treffen konnte. Was die beiden sich dabei erzählten, könnt Ihr hier bald nachhören.


Martin Kohlstedt im Trafo Jena. (Foto: Christian Faludi)

 

Erste Schritte

Diese Woche ging es schon steil in der Lotte-Jugendmusikredaktion. Die ersten Ideen und Wünsche sind längst ausgetauscht, sodass unsere neuen Trainees nach ihren Vorlieben das notwendige Handwerk lernen können. Und das sieht so aus: Caro erklärt etwa, wie man eine Plattenrezension macht, zeigt Beispiele aus Musikzeitschriften oder spielt welche aus dem Lotte-Archiv vor, während ich das kleine Einmaleins des Musikinterviews dekliniere. Danach geht es ans Eingemachte. Schließlich wollen wir bald das erste Album der Woche von einem Nachwuchsredakteur besprochen hören, genauso das erste Interview mit einem Musiker. Der Termin dafür steht nämlich schon…

Trainee Franz denkt darüber nach, was ihm am jüngsten Album von Lorde gefällt und was nicht. (Foto: Caro Franke)