Wir schauen noch ein mal auf die Stadtratssitzung von letzter Woche zurück. Es geht um die Unterstützung von Kunst und Kultur in Jena. Wir blicken mit den stellvertretenden Vorsitzenden vom Kulturausschuss in einem Interview auf das Geschehen und wollen mehr wissen.
Wir blicken zu den Reisebüros. Wie verändert sich ihre Situation durch die Krise? Während in ganz Deutschland die Tourismusbranche bereits protestiert, sind kleine und mittelständig Reisebüros besonders stark betroffen. Das Reisebüro Grenzenlos in Jena schenkt uns einen persönlichen Einblick in ihre aktuelle Lage.
Die Demo auf dem Holzmarkt war gut besucht. (Bild: Quirin Hacker)
Wer in Jena schon mal mit dem Fahrrad unterwegs war, weiß dass der Weg durch die Innenstadt für Fahrradfahrer_innen kein Zuckerschlecken ist. Auf der Demo vom 03. Juni wurde gefordert, bei der Straßenplanung auch den Radverkehr mit einzuplanen.
Seit April gibt es in Jena eine Stelle, die sich darum kümmert leerstehende Räume und Gebäude zur Zwischennutzung zur Verfügung zu stellen. So sollen gerade Projekte für die Soziokultur günstig Räume mieten können.
Der Bund hat Fördergelder vergeben in Forschung und Innovation, und Thüringen ist mit dabei! Unterstützt werden auch dieses Jahr strukturschwache Region in ihrer Forschung und Innovation. Elf Initiativen aus Thüringen werden nun in ihrer Konzeptarbeit, bis zum nächsten Jahr, mit maximal 450.000 Euro gefördert.
Wer interessiert ist eine eigene Perspektive in das Rechtssystem zu erhalten oder sich aktiv zu engagieren, kann sich noch bis zum 05. Juni. 2020 als Ehrenamtler*in im Verwaltungsgericht Gera bewerben.
Die Rot-Rot-Grüne Koalition hat sich darauf geeinigt 500 Geflüchtete von den Griechischen Inseln aufzunehmen. Der Landesregierung stehen jetzt Verhandlungen mit der Bundesebene bevor.
Anke Stiller mit einem ihrer Plakate, auf dem groß „Never Hide“ steht. (Bild: Anke Stiller)
Werbung umgibt uns jeden Tag. Videos vor dem eigentlichen YouTube-Video – Werbepausen im Fernsehen – Seitenbacher-Spots im Radio – und dann sind da noch die Werbe-Slogans, auf Plakaten und in Schaufenstern. Mit diesen Werbesprüchen, von denen sich manche durch ständige Wiederholung tief in unser Gedächtnis eingegraben haben, beschäftigt sich die Weimarer Künstlerin Anke Stiller schon seit mehreren Jahren. Stiller sammelt diese Werbesprüche und druckt sie auf weiße Seiten. Ohne die schillernden Farben und schönen Bilder zeigt sich, wie nichts sagend, wie manipulierend und wie fordernd die Werbesprüche sind. Die Künstlerin interessiert sich für Worte, die unsere Aufmerksamkeit einfangen sollen. In ihrer Reihe „Moving Words – Headlines“ hat sie die Titelseiten der Bild-Zeitung ihrer bunten Titelbilder beraubt und nur die Schlagzeilen in weißer Schrift auf rotem Hintergrund zurückgelassen. Zurück bleibt Tratsch über Promis, stumpfe Fragen und viele, viele Ausrufezeichen. Mit Werbeslogans arbeitet Stiller schon seit 2010. Damals eröffnete sie die Ausstellung „Europaplatz – High Noon“ mit einer Rede, die aus Werbeslogans zusammengesetzt war. Die Werbetrommel wurde in den letzten 10 Jahren ordentlich gerührt und so endete die Flut an neuem Material nicht – und wird es vielleicht auch nie. Mittlerweile hat Stiller über 600 Werbesprüche gesammelt. Ihre Sammlung las Stiller in Stundenlangen Sitzung als Performance in Galerien und Kunsthäusern vor. Jetzt sind Museen und Galerien noch geschlossen und die Stadt selbst wurde zur Galerie gemacht. Eine Auswahl von 30 Werbesprüchen hängt für die nächsten Tage in der Jenaer Innenstadt. Die Slogans wurden sozusagen wieder in ihren natürlichen Lebensraum entlassen. Wer eines der weißen Plakate mit der simplen schwarzen Schrift sieht, kann selbst erleben, wie sich ein Werbespruch ohne Kontext und bunte Farben auf das Gemüt auswirkt.