Die Ruhe davor: Wie schwer wird der Corona-Sturm?

Das Uniklinikum Jena sieht sich in der Corona-Epidemie gut vorbereitet, während ein Teil des Normalbetriebs weitergehe. Der medizinische Vorstand Jens Maschmann sagte gegenüber der Mediengruppe Thüringen: „Wir sind gewappnet, aber wir transplantieren weiter, wir behandeln unsere Krebspatienten weiter, wir haben Patienten mit akuten Schmerzen, wir kümmern uns um psychiatrische Fälle. Parallel laufen Vorbereitungen im intensivmedizinischen Bereich auf Hochtouren“. Maschmann erwarte ab Ostern eine Zunahme der Belastung. Ein Höhepunkt der Epidemie ließe sich jedoch noch nicht vorhersagen.

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Medizinstudierende leisten Corona-Unterstützung

Das Uniklinikum Jena erhält in der Corona-Epidemie Unterstützung durch Medizinstudierende. Wie MDR Thüringen berichtet, hätten sich bis Donnerstag bereits über 800 Freiwillige gemeldet. Sie werden je nach Studienfortschritt an unterschiedlichen Stellen eingesetzt, beispielsweise in der Notaufnahme oder in der Fieberhotline des Gesundheitsamts. Das Uniklinikum arbeitet derweil an einer Erweiterung der Einsatzorte für die Studierenden, die als studentische Aushilfen angestellt werden.

Stadtverwaltung entscheidet sich gegen Amtshilfe durch Bundeswehr

Die Stadt Jena zieht ihren Antrag auf Amtshilfe durch die Bundeswehr zurück. Auf Twitter gab die Stadtverwaltung bekannt, dass man nach Abstimmungen mit der Bundeswehr sich für Unterstützung durch private Dienstleister entscheiden werde. Konkret geht es laut MDR Thüringen um Zelte, in denen Patienten mit milden Krankheitsverläufen in Kliniknähe untergebracht werden sollen.

Coronavirus: Die aktuellen Zahlen

Weltweit

Die Johns Hopkins Universität meldet heute weltweit rund 537.800 bestätigte Corona-Fälle. Die USA melden heute mehr bestätigte Fälle als China. In China stagniert die Zahl der Fälle seit mehreren Tagen und liegt aktuell bei 81.800. Die USA melden heute 86.000 bestätige Infektionen.

Deutschland ist mit ca. 47.300 bestätigten Fällen das Land mit den fünftmeisten Infizierten. Mehr Fälle melden neben den Vereinigten Staaten und China nur Italien und Spanien.

Italien ist das Land mit den meisten Coronatoten. Die Zahl beläuft sich aktuell auf 8.200 Todesfälle. China meldet rund 3.300 Tote. Während die Kurven der Neuinfektionen und Todesfälle in China stagnieren, steigen sie in Italien weiter an.

Weltweit sind rund 123.000 Menschen wieder genesen. Die Zahl der Todesopfer liegt bei rund 24.000.

Deutschland

Laut dem Robert-Koch-Institut gibt es heute deutschlandweit rund 42.300 bestätigte Corona-Fälle und 532 Tote.

In Thüringen liegt die Zahl der bestätigten Fälle bei 542. Bisher sind in Thüringen 4 Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut dem Corona-Bulletin der Thüringer Landesregierung befinden sich 61 der bestätigten Fälle in stationärer Behandlung. Davon verlaufen laut der Landesregierung 5 Fälle schwer.

In Jena gibt es aktuell 104 bestätigte Fälle. Damit ist Jena die Stadt mit den meisten positiv Getesteten in Thüringen. Laut Angaben der Stadt verläuft einer der 104 Fälle schwer. Bisher ist in Jena eine Person an den Folgen des Coronavirus gestorben.

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Corona und die Pflege

Lieber nicht alt und bedürftig sein: Corona zeigt Probleme im Pflegesektor

Pflegekrise: Interview mit der Soziologin Tine Haubner

In der Arbeitssoziologie wurde schon vor Corona beschrieben und kritisiert, dass die Pflege- und Sorgeberufe unterbezahlt und geringgeschätzt sind. Eine Pflegeforscherin erzählt aus ihrem Forschungsfeld.

Bundestag verabschiedet Corona-Paket

Der deutsche Bundestag hat am Mittwoch Maßnahmen zur Bewältigung der Coronaepidemie und ihren Folgen verabschiedet. So wurden ein umfassender Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro unter Aussetzung der Schuldenbremse und ein Wirtschaftsfonds verabschiedet. Zudem wurden Regelungen des Insolvenzverfahrens gelockert.

Außerdem sollen Krankenhäuser für die Umstrukturierung finanziell unterstützt werden, damit sie angemessen auf das Coronavirus reagieren können, ohne wirtschaftliche Einbußen verkraften zu müssen.

Der Bundestag beschloss auch Entlastungen für Mietende. Mietschulden aus der Zeit zwischen April und Juni 2020 können demnach kein Kündigungsgrund sein. Die Gleiche Regel soll auch für die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser gelten.

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