Die Jenaer Tafel wird voraussichtlich bis zum 17. April geschlossen bleiben. Wie die Organisation auf ihrer Website bekannt gab, hängt die Schließung mit dem derzeit grassierenden Coronavirus zusammen. Die Foodsharing Initiative will während der Tafelschließung dafür sorgen, dass Bedürftige weiterhin mit Lebensmitteln versorgt werden. Sie organisiert jetzt kostenlose Essensausgaben an mehreren Stellen in Jena.
Die Initiative Innenstadt Jena unterstützt den Einzelhandel und die Gastronomie im Stadtzentrum. Dazu stellt der Verband auf seiner Website eine Karte zur Verfügung, die knapp 140 Läden im Stadtzentrum listet. Dort kann eingesehen werden, ob die Gewerbetreibenden ihr Geschäft geschlossen haben oder einen Abhol- bzw. Lieferdienst anbieten. Viele lokale Unternehmen fürchten aufgrund der einschneidenden Infektionsschutzmaßnahmen der Stadt derzeit um ihr Geschäft.
Der Sonderausschuss zur Gewährleistung der Handlungsfähigkeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse hat gestern erste Empfehlungen für Eilentscheidungen an Oberbürgermeister Nitzsche gegeben.
Die Johns Hopkins Universität meldet heute weltweit über 1,4 Millionen Fälle. Von ihnen sind fast 332.000 wieder genesen und 89.000 verstorben. Damit beläuft sich die Zahl von aktiven Corona-Fällen auf über eine Millionen.
Die USA sind mit großem Abstand das Land mit den meisten bestätigten Fällen. Momentan melden sie über 432.000 Infektionen.
Italien meldet weltweit die meisten Todesfälle. Bisher sind dort mehr als 17.600 Menschen an den Folgen des Virus gestorben.
Spanien ist nach den USA das Land mit den meisten Fällen. Aktuell belaufen sich die Zahlen auf rund 148.000 Erkrankte.
Deutschland verzeichnet aktuell mehr als 2.300 Tote. Derzeit gibt es hierzulande 113.000 gemeldete Infektionen. Die Zahl der aktiven Fälle in Deutschland ist in den letzten 24 Stunden von rund 70.000 Kranken auf 64.600 gesunken.
Thüringen
Laut Informationen der Mediengruppe Thüringen liegt die Zahl der bestätigten Fälle im Freistaat bei 1.360. Die Zahl der Toten beläuft sich auf 20.
In Jena gibt es aktuell 153 bestätigte Fälle, von denen 103 als aktive Fälle gezählt werden. Derzeit werden 5 Personen im Krankenhaus behandelt. Mindestens einer davon befinden sich auf der Intensivstation. Nach wie vor wird ein Coronatoter in Jena verzeichnet.
Durch Corona stehen maßgeblich weiblich konnotierte und besetzte Bereiche im Fokus: Pflege- und Dienstleistungsarbeit. Queere Menschen sind mit einer veränderten Lebensrealität konfrontiert.
Corona & Queeres Leben: Interview mit Hannah Weiß, Queerweg e. V.
Der Verein Queerweg e.V. berichtet von veränderten Herausforderungen und strukturiert in Zeiten von Corona seine Angebote für queere Menschen in Thüringen um.
Corona & Frauen*streik: Interview mit Teresa und Almuth
Regional und international reagiert die Frauen*streikbewegung auf die Problematiken der geschlechtsbasierten Ungleichheiten, häuslicher Gewalt und unterbezahlter Pflege, die Corona gerade herausstellt.
In Jena soll es auch während der Corona-Krise kostenlosen Zugang zu Lebensmitteln geben. Das Angebot der Foodsharing-Gruppe Jena wird ab sofort vor der Magdelstube verteilt, wie JenaTV berichtet. Essbare Lebensmittel von Supermärkten und Restaurants, die diese ansonsten entsorgt hätten, würden dort gesammelt.
Der deutsche Städtetag fordert nach Informationen der Deutschen Presseagentur eine Rettungsschirm für Städte und Gemeinden. Hintergrund sind erwartete Einbrüche bei der wichtigsten Einnahmequelle für Kommunen, der Gewerbesteuer. Mehr als 5 Milliarden Euro sollen in diesem Jahr in den örtlichen Haushalten wegen der Corona-Krise fehlen. Leipzigs Oberbürgermeister und Präsident des Städtetags Jung erwartet dagegen ein noch viel größeres Minus.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) bietet seit gestern eine sogenannte Datenspende-App an. Mit der App können Nutzer_innen freiwillig ihre Vitaldaten aus Fitnesstrackern oder Smartwatches an das RKI weitergeben. Aus den Daten erstellt das RKI eine Karte, aus der Infektionsschwerpunkte ablesbar sein sollen. Die Karte sei als Ergänzung zur Fallstatistik gedacht, teilte das RKI mit.
Unternehmen sollen während der Corona-Krise einfacher an die Notkredite der Bundesregierungen kommen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, übernimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW bei mittelständischen Betrieben nun 100 % des Kreditrisikos statt bisher 90 %. So soll der Erhalt der Notkredite vereinfacht werden.